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Feb

USA: Supreme Court entscheidet über Sportwetten-Verbot

USA: Supreme Court entscheidet über Sportwetten-VerbotIn den USA wird in diesen Tagen ein ganz heißes Eisen angefasst. Es geht um eine mögliche Aufhebung des Sportwetten-Verbots auf Bundesebene. Richter Stephen Breyer, tätig am Obersten Gerichtshof (Supreme Court), meint dazu."Normalerweise wird Landesrecht nur dann ungültig, wenn es ein entsprechendes Gesetz auf Bundesebene gibt. Es gibt aber kein Bundesgesetz, das Sportwetten verbietet - sondern nur eines, das es den Bundesstaaten verbietet, Sportwetten zu erlauben. Das ist eigenartig."

Milliardenschwerer Markt könnte sich öffnen

Eine solche Formulierung muss man mehrmals lesen und versteht sie dann vielleicht immer noch nicht. Kein Wunder also, warum die amerikanische Rechtsprechung den Fall ganz genau prüfen will. Seit Dezember liegt die Akte auf dem Tisch der obersten Richter. Mehrere Anhörungen von beiden Seiten gab es auch schon. Chris Christie, Gouverneur von New Jersey, brachte den Stein ins Rollen.In seinem Bundesstaat konnte er bereits Sportwetten legalisieren. Doch er geht noch einen Schritt weiter und ging vor den Obersten Gerichtshof. Mittlerweile unterstützen ihn 20 US-Staaten bei seiner Klage. Das Interesse an regulierten Sportwetten ist also groß. Wobei es mit einigen Profiligen auch einige Gegner der Initiative gibt. Die NFL, MLB und NBA wünschen sich, dass alles so bleibt wie es ist.

150 Milliarden Dollar im Jahr

So viel setzen die US-Bürger laut einer Schätzung der American Gaming Association um. Vermutlich liegt die Dunkelziffer noch höher, weil viele Wettbüros und andere Möglichkeiten bislang nicht auf dem Radar erscheinen. Dafür bräuchte es eine gute Regulierung.An diesem Wochenende ereignet sich ein Sportspektakel der Superlative. Beim Super Bowl entscheiden die Philadelphia Eagles und die New England Patriots unter sich, wer besser Football spielt. Der bekannte Medienrummel zieht Millionen von Fans an. Nicht wenige unter ihnen wetten auf ihren Favoriten. Etwa fünf Milliarden Dollar sollen dabei im Umlauf sein. Einsätze welche zu 90 Prozent und mehr über nicht lizensierte Anbieter abspielen.Schon jetzt rechnen viele Unternehmen der Branche mit dem grünen Licht durch den Supreme Court. MGM International plant sieben Millionen in ein Wettbüro zu investieren, welches dann im Borgata Casino von Atlantic City arbeitet. In derselben Stadt betreibt William Hill eine Pferderennbahn. Sollte das Verbot aufgehoben werden, soll hier schnellstmöglich eine Annahmestelle ihren Betrieb aufnehmen.Auf der Technikmesse CES waren schon viele Applikationen zu sehen, welche auf den Sportwettenmarkt abzielen. Fragt sich nur noch, wann der Tag X soweit ist?

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