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Aug

Twitter lässt Glücksspielwerbung an Minderjährige zu

Twitter lässt Glücksspielwerbung an Minderjährige zu

Im Rahmen der Studie „Biddable Youth“ analysierte die University of Bristol 888.000 Nachrichten auf Twitter. Ein Team der Think Tank Demos unterstützte die Forscher dabei. Gemeinsam untersuchten sie das Nutzerverhalten, welche mit diesen Beiträgen interagierten. Denn sie alle bezogen sich auf Sport-Veranstaltungen sowie Events im Bereich der eSports. Das Ergebnis ist aussagekräftig genug, um Twitter viel Ärger bescheren zu können.

40.000+ Minderjährige gefielen und teilten die Tweets

Wettanbieter nutzten in 2018 clevere Marketing-Strategien, um damit hohe Interaktionsquoten bei Minderjährigen zu erzeugen. Über 40.000 Personen im Alter unter 16 Jahren reagierten mit den Beiträgen. Wenn ein neuer Tweet veröffentlicht wurde, gab es viele Likes und geteilte Beiträge. Jeder vierte Nutzer davon konnte als minderjährig identifiziert werden.

Am beliebtesten waren dabei sogenanntes Memes (lustige Bilder mit Insider-Witzen), Videos und animierte GIFs. Genau das, worauf die Jugend heutzutage bestens getrimmt ist. Fast jeder Tweet beinhaltete dann einen entsprechenden Link zu externen Webseiten mit Glücksspielangeboten.

Zahlreiche Verstöße gegen Werberichtlinien

Im Moment haben Werbetreibende in sozialen Netzwerken wohl noch nicht die richtigen Tools, um Minderjährige gezielt auszuschließen. Twitter befindet sich dazu in einer Experimentierphase.

Da wäre es zumindest angebracht, die geltenden Richtlinien einzuhalten. Doch eine Werbekennzeichnung der Beiträge konnte nur in sehr wenigen Fällen gefunden werden. Dasselbe gilt für Hinweise auf das Mindestalter der Angebote und eine Warnung zur Spielsucht.

Dies dürfte die britische Werbeaufsicht (ASA) brennend interessieren. Gerade die Werbekennzeichnung hilft Jugendlichen, entsprechendes Marketing besser zu erkennen.

Die Forscher sprachen den Regulierungsbehörden eine Empfehlung aus, alle sozialen Medien dahingehend zu untersuchen. Während die Glücksspielwerbung im britischen Fernsehen langsam abnimmt, hat sie sich zunehmend ins WWW verlagert.

Großbritannien hat damit womöglich etwas angestoßen, was weite Kreise ziehen könnte. Generell kämpfen die sozialen Medien mit dem Problem, unangemessene Inhalte vor Jugendlichen zu verbergen.

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