20
Mai

Sportwetten in Deutschland zahlen immer mehr Steuern

Sportwetten in Deutschland zahlen immer mehr Steuern

Seit dem Sommer 2012 sollte die Lage für Sportwettenanbieter in Deutschland klar sein. Da trat nämlich der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Zumindest in der Theorie, denn praktisch ist er bis heute noch nicht umsetzungsfähig. Trotzdem kassiert der Staat fleißig ab und zwar in Form seiner 5%igen Wettsteuer.

384 Millionen Euro für den Fiskus

So viel zahlten die Buchmacher, obwohl ihre Rechtslage äußerst unklar ist. Niemand besitzt eine gültige Lizenz (mit Ausnahmen in Schleswig-Holstein). Wer aber für eine spätere Genehmigung in Frage kommen möchte, ist bereit die Abgabe zu leisten. Waren es in 2014 noch 225 Millionen Euro, sind es mittlerweile schon 384 Millionen. Trotzdem lassen sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer reichlich Zeit, um den gesetzlichen Rahmen auf brauchbarem Boden abzustecken.

Was der Bund durch die Wettsteuer einnimmt, verteilt er an die Länder. Bayern erhielt für letztes Jahr 68 Millionen Euro. Nordrhein-Westfalen sogar knappe 90 Millionen. Pro Jahr setzen die Deutschen Tipper sieben Milliarden Euro.

Warum der Staat die Abgaben annehmen darf, ohne rechtliche Grundlage, das hinterfragt so gut wie niemand. Somit wird die Grauzone zumindest geduldet. Theoretisch dürfte nur der staatliche Buchmacher Oddset Sportwetten entgegennehmen.

Neuer Versuch in diesem Jahr

Bisherige Optimierungsversuche dürfen bestenfalls als „minimalinvasiv“ beschrieben werden. Zumindest sind die Ministerpräsidenten vom Limit der nur 20 Lizenzen abgekommen. Online Casinos, Poker und Co sollen verboten bleiben. Hessen war ursprünglich mit dem Verfahren beauftragt worden und steht mittlerweile für eine komplette Marktöffnung.

Im Juni 2021 läuft der Glücksspielstaatsvertrag aus. Bis dahin sollen die richtigen Lösungsansätze gefunden sein. Ab Januar 2020 will man eine Übergangslösung greifen lassen. Sportwetten von privaten Anbietern gelten dann als vorläufig legal.

Es bleibt zu hoffen, dass es weniger oder gar keine Verbote geben wird. Nachbarländer wie Dänemark oder die Niederlande zeigen, wie es mit staatlicher Regulierung funktionieren kann. Schleswig-Holstein könnte ebenso als Vorbild dienen. Dort ging man einen Parallelweg und das mit Erfolg.

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