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Schweiz: Illegale Online Casinos immer noch erreichbar

Schweiz: Illegale Online Casinos immer noch erreichbar

Mit der Regulierung des Online Glücksspiels in der Schweiz, wurde das Monopol der Spielbanken gefestigt. Denn laut Regelwerk, dürfen nur diese eine Lizenz für den virtuellen Betrieb erhalten. Das Resultat sind magere Spielangebote, welche nach Optimierung nur so schreien.

Doch die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) setzt nur das durch, was sich der Gesetzgeber ausgedacht hat. In Zusammenarbeit mit der Schweizer Glücksspielaufsicht (Camlot), brachte sie nun die allererste Sperrliste heraus. Diese beinhaltet zahlreiche Internetauftritte, welche künftig nicht mehr von der Schweiz aus erreichbar sein werden.

Theorie & Praxis gehen weit auseinander

Das am 3. September 2019 veröffentlichte Dokument, zeigt eine ganz klare Linie gegen nicht lizensierte Angebote. Interessanter Weise hätte alles schon umgesetzt sein müssen. Denn nach Herausgabe blieben den Internetprovidern nur fünf Tage Zeit, um die Netzsperren einzurichten.

Was in der Theorie einfach klingt, lässt sich praktisch nicht immer so einfach umsetzen. Die Casino-Webseiten sind weiterhin für Schweizer erreichbar. Die ESBK räumte technische Herausforderungen ein, weshalb es zu Verzögerungen kommt.

Mit dem 1. Juli 2019 werden alle ausländischen Anbieter von Online Casinos als illegal deklariert. Vorher handelten sie lediglich in einem Graubereich. Doch die Schweiz hat deutlich gemacht, dass nur regionale Unternehmen mit einer Konzession ein Online-Angebot realisieren dürfen.

Das Monopol ist offensichtlich, wenngleich nicht direkt so formuliert. Internationale Firmen könnten sich um eine Schweizer Konzession bewerben. Allerdings werden sie diese nie erhalten und demnach besteht keine Chance auf eine zusätzliche Online-Lizenz.

Netzsperren noch nicht im Einsatz

Es sind nun fast zwei Wochen seit der Bekanntgabe vergangen. Schweizer Spieler können weiterhin problemlos Angebote mit Echtgeld aus aller Welt wahrnehmen. Als Erklärung gab die ESBK lediglich an, dass „die Fernmeldedienstanbieterinnen unerwartete technische Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Zugangssperre“, hätten. An einer Lösung wird gearbeitet, heißt es.

Andererseits scheint den geplanten Netzsperren die Rechtskraft zu fehlen. Denn Internetprovider können noch bis Anfang Oktober ihren Einspruch einlegen. Sie müssen dann erklären, warum sie der Verfügung widersprechen. Womöglich genügt das Argument, weil es sich um eine „aus betrieblicher oder technischer Sicht unverhältnismäßige“ Maßnahme handelt.

Selbst wenn die Netzsperren aktiv sein sollten, kennen Spieler gewisse Mittel diese zu umgehen. Sogenannte VPN-Anbieter verschlüsseln die Herkunft des Internetanschlusses.

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