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Sep

Polen: Illegale Glücksspielanbieter dominieren noch

Polen: Illegale Glücksspielanbieter dominieren noch

In 2017 entschied sich Polen zur Regulierung seines Online Glücksspiels. Seitdem wurden einige Fortschritte erzielt und der legale Markt entwickelt sich gut. Doch die nicht lizensierten Angebote blühen weiterhin auf und das stärker als erwartet. Unterschiede bemerkt die regulierende Behörde vor allem in der Art wie um die Spieler geworben wird.

Finanzministerium fehlen Befugnisse

Das polnische Oberste Rechnungskontrollamt (NIK) gelangte zu dem Schluss, dass das Finanzministerium trotz einer deutlichen Verschärfung der Aufsicht zusätzliche Befugnisse erhalten sollte. Denn die Anbieter ohne Lizenz erweisen sich als sehr geschickt, um die Maßnahmen gegen sie zu umgehen.

Der Online-Wettmarkt des Landes, der sowohl legale als auch nicht lizenzierte Aktivitäten umfasst, wuchs nach Angaben der NIK im Jahr 2018 auf geschätzte 1,82 Mrd. Euro an. In diesem Zeitraum stiegen die über legale Anbieter gesetzten Beträge bis 2018 um mehr als 600%!

Der illegale Markt bleibt jedoch weiterhin dominant, obwohl er viel langsamer wächst und die Anteile aufgrund des regulierten Marktes zurückgehen. Im vergangenen Jahr machten die Online-Wetten ohne Genehmigung 51% vom Gesamtanteil aus.

Dies ist seit der Regulierung geschehen

Am 1. April 2017 trat das neue Glücksspielgesetz in Kraft traten. Damit wurde dem staatlichen Betreiber Totalizator Sportowy ein Monopol für das Geschäft mit Casino- und Werbelotterien eingeräumt. Während 14 Betreiber seitdem Online-Sportwetten-Lizenzen auf dem Markt erworben haben, zogen sich andere zurück. Darunter Unibet, bet365 und William Hill.

Zum Schutz des Monopols von Totalizator Sportowy wurden von den polnischen Behörden umfangreiche Maßnahmen durchgeführt. Hierbei kam es zur Beschlagnahmung von mehr als 63.000 illegalen Spielautomaten. Damit verbundene Unternehmen und Einzelpersonen erhielten empfindliche Geldstrafen.

Die Änderungen vom April 2017 bestätigten auch die Einführung der ersten schwarzen Liste des Landes für nicht lizenzierte Domains. Diese ist zum 26. August 2019 bereits auf 7.140 Domains angewachsen. Die NIK stellte jedoch die Wirksamkeit der schwarzen Liste in Frage und verwies auf Telekommunikations- und Zahlungsanbieter. Denen wurde die Umsetzung von Netzsperren auferlegt, aber die Dienstleister folgten dieser Anweisung nicht immer.

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