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Ministerpräsidenten wollen heute Sportwetten zulassen

Ministerpräsidenten wollen heute Sportwetten zulassen

Im Sommer 2012 trat der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Kurz vor der geplanten Lizenzvergabe stoppten Gerichte alles in Eilverfahren. Heute, fast sieben Jahre später, nimmt die Bundesregierung erneut Anlauf. Dazu treffen sich die Ministerpräsidenten in Berlin. Sie wollen private Buchmacher vorerst zulassen.

Reform lässt auf sich warten

Im Vorfeld wurde klar, dass die umfassende Reform heute nicht auf der Tagesordnung steht. Somit verweilen Online Casinos, Pokeranbieter & Co weiterhin in der Grauzone. Dabei beklagen die staatlichen Lotterien seit geraumer Zeit, wie ihnen die illegalen Anbieter aus dem Netz die Kunden wegnehmen.

Was die Reform betrifft, so will bislang nur Schleswig-Holstein die gänzliche Marktöffnung. Hessen, ursprünglich mit der Lizenzvergabe beauftragt, hatte zwischenzeitlich das Einsehen. Doch alle anderen Bundesländer wollen nicht von ihrer Position abrücken. Weshalb sie lediglich über Verbote und IP-Sperren debattieren.

Drogenbeauftragte spricht von „Wildwestbedingungen“

Marlene Mortler ist als Drogenbeauftrage der Bundesregierung eingesetzt. Demnach fällt auch die Bekämpfung der Spielsucht in Ihren Zuständigkeitsbereich. Für den immer noch löchrigen Staatsvertrag findet sie klare Worte: „Beim digitalen Glücksspiel herrschen in Deutschland die reinsten Wildwestbedingungen. So kann das einfach nicht weitergehen.“ So ihre Aussage kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten in Berlin.

„Nichts ist geregelt. Es gibt keinen Jugendschutz, keinen Spielerschutz und auch keine Rechtssicherheit für die Spieler“, führt Mortler fort. Ob es auch stimmt, dass die meisten Spieler gar nichts von der fehlenden Regulierung wüssten, lässt sich nicht erfassen.

„Wir brauchen einen umfassenden Rechtsrahmen für das Glücksspiel im Netz, und zwar von den Sportwetten bis zu den Online-Casinos.“ Ob sie sich damit für die gänzliche Marktöffnung ausspricht?

Für Mortler wäre es ein Erfolg, wenn die Spieleinsätze und Spielzeiten begrenzt würden. Auch fordert sie verpflichtende Warnhinweise sowie ausführliche Informationen für „Unterstützungsangebote“. Vermutlich zielt die Drogenbeauftragte damit auf die Bonusangebote der Webseiten.

Eine bundesweite Regulierung wäre in jedem Fall erstrebenswert. Schleswig-Holstein hat es vorgemacht und will ggf. erneut den Alleingang wagen. Lieber wäre den Politiker im Norden, dass alle Bundesländer an einem Strang ziehen.

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