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Feb

Belgien: MwSt. auf Online-Glücksspiele entfällt & mehr

Belgien: MwSt. auf Online-Glücksspiele entfällt & mehr

Belgien nimmt sich der Regulierung seines Online-Glücksspiels an. In letzter Zeit konnte mehrfach von Veränderungen sowie Klarstellungen berichtet werden. Positiv ist nun der Wegfall der Mehrwertsteuer zu betrachten. Diese Regelung hatte Anbieter bislang mit 21 Prozent mehr belastet. Außerdem zeigen sich erste Reaktionen auf Belgiens Verbot von Lootboxen.

Belgien wird für iGaming-Anbieter attraktiver

Eine sinnvolle Regulierung ist das A und O, aber man kann es auch übertreiben. Belgien sieht nun von der Berechnung einer Mehrwertsteuer für Online-Glücksspiele ab. Sie wurde im August 2016 durch eine Gesetzesänderung eingeführt. Die veranschlagten 21 Prozent hielten viele internationale Anbieter von einer Bewerbung ab. Nun macht sich Belgien wieder für sie attraktiv.

Das belgische Verfassungsgericht hob das Gesetz auf. Damit soll die Ungleichbehandlung zwischen lizensierten Anbietern und jene ohne Genehmigung eliminiert werden. Dadurch kam es über 1,5 Jahre lang zu einer massiven Marktverzerrung, so die Schlussfolgerung. Wenngleich die nicht-genehmigten Portale eigentlich gar nicht in Belgien agieren dürften.

Verbot von Lootboxen zeigt Wirkung

Zum Thema „Lootboxen“ bezog Belgien bereits vergangenes Jahr Stellung. Nach kurzer Prüfung wurden die virtuellen Boxen, welche für Echtgeld zu haben sind, verboten. Daraufhin mahnte man die großen Spielhersteller an, sie sollten schnellstmöglich handeln.

Valve und Blizzard reagierten sogleich. Für belgische Spieler sind Lootboxen nicht mehr erhältlich. Es handelt sich dabei um digitale „Truhen“ mit unbekanntem Inhalt. Spieler zahlen dafür einen fixen Betrag und hoffen auf einen großen Treffer. Doch meist enthalten die Boxen nur minderwertige Items. Eine Art von Glücksspiel, wie es die belgische Regierung beurteilte. Auch noch zugänglich für Minderjährige und somit äußerst fragwürdig.

Ein Entwickler sträubte sich bislang hartnäckig dagegen. Electronic Arts wies die Vorwürfe des Glücksspiels zurück. Nun wurde aber beim Fußballspiel FIFA der Kauf von „FIFA Points“ für belgische Spieler entfernt. Somit können sie auch keine Lootboxen mehr erwerben.

Anderenorts gibt es die Lootboxen vereinzelt noch. Dort versuchen die Entwickler aber für mehr Transparenz zu sorgen. Epic Games, Betreiber von Fortnite, macht es nun anders. Zum Kaufzeitpunkt ist der Inhalt der Lootbox ersichtlich. Möchte ihn der Spieler nicht annehmen, so wartet er einen Tag und erhält ein neues Item angeboten. Dafür zahlt er kein zweites Mal echtes Geld.

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