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Mai

Malta hat Glücksspielanbieter zu wenig kontrolliert

Malta hat Glücksspielanbieter zu wenig kontrolliertMalta hat sich mit niedrigen Steuersätzen in vielen Branchen beliebt gemacht. In Verbindung mit seinem EU-Sitz, entstand daraus eine lohnenswerte Kombination. Insbesondere für Anbieter von Online Glücksspielen aller Art. Von 2012 bis 2014 gab es hier einen besonders starken Boom dieser Unternehmen. Leider erfolgten dabei nur sehr mangelhafte Kontrollen zur Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien. Das wird Malta nun zum Verhängnis, weil ein Ex-Mitarbeiter der dortigen Regulierungsbehörde ausgepackt hat.

Rund 500 Glücksspiellizenzen erteilt

Es ist heutzutage üblich, dass ein Glücksspielanbieter seine Lizenz in Malta beantragt. Online Poker, virtuelle Casinos, Sportwetten und Lotterien haben hier ihre Zelte aufgeschlagen. So sind es mittlerweile fast 500 Genehmigungen, deren Auflagen bei Weitem nicht so hoch sind wie in anderen regulierten EU-Ländern.Und Europa gilt als besonders wertvoller Glücksspielmarkt. Schätzungsweise knapp die Hälfte des weltweiten Online-Geschäfts wird hier umgesetzt. Insgesamt werden es etwa 34 Milliarden Euro sein, welche jährlich an die Betreiber fließen. Und weil Malta so ein beliebter Ort für Lizenzen ist, sollte man denken, dass die zuständige Behörde ihre Verantwortung besonders ernst nimmt. Leider schien das in der Vergangenheit nicht der Fall gewesen zu sein. Dabei gilt eine Lizenz von der Malta Gaming Authority (MGA) in allen 28 EU-Staaten.Wie der Nachrichtenagentur Reuters durch einen ehemaligen Insider bekannt wurde, sind die Kontrollen wohl selten nach Vorschrift abgelaufen. Um die Hardware in einem Verdachtsfall eindeutig identifizieren zu können, besuchen Mitarbeiter der MGA das lizensierte Unternehmen und markieren die Server mit Aufklebern. Deren Nummer muss mit den registrierten Dokumenten übereinstimmen.

Ex-Mitarbeiter besitzt E-Mails, welche das Gegenteil beweisen

Valery Atanasov arbeitete früher bei der MGA. Über ihn sollen Reuters drei E-Mails vorliegen, welche Firmen an die Behörde geschickt haben. Die Unternehmen weisen die MGA selbst auf das Fehlen der entsprechenden Aufkleber hin. Als Ex-Kontrolleur habe er zudem ein Dutzend Vorfälle gesammelt, in denen ihm Unregelmäßigkeiten aufgefallen waren.In 2015 durfte der Bulgare seine Sachen packen und hielt dies für unrechtmäßig. Deshalb steht er seitdem vor Gericht und will die lückenhafte Arbeit der Regulierungsbehörde enttarnen. MGA-Chef Joseph Cuschieri verteidigte seine Angestellten. Man würde auf jeden Fall alle notwendigen Vorkehrungen zum Schutz vor Geldwäsche wahrnehmen.In einer der genannten E-Mails soll die schwedische Betsson Group die MGA zur Versiegelung seiner Computer aufgefordert haben. Ob die Anschuldigungen nun stimmen oder nicht, diese Nachricht wirft das Rampenlicht auf die maltesische Glücksspielbehörde.

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